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Die Saxer Steuertipps (BL) – das Wichtigste in Kürze.

 

Neuerungen ab Steuerjahr 2016:



Staatssteuer:

  • Kürzungen der pauschalen Liegenschaftsunterhaltskosten von 25 % auf 12 % (jünger als 10 Jahre) und von 30 % auf 24 % (über 10 Jahre).
  • Gratisaktien und Gratisnennwerterhöhungen werden neu bei der Zuteilung als Einkommen versteuert.

Staats- und Bundessteuer:

  • Aufgrund einer periodischen Anpassung wurden die Eigenmietwerte von selbstgenutzten Stockwerkeigentumswohnungen leicht erhöht und bei Einfamilienhäusern leicht gesenkt. Bitte senden Sie uns daher unbedingt das Informationsschreiben der Steuerverwaltung „Liegenschaftswerte im Kanton Basel-Landschaft“ mit.
  • Grosszügigere Gewährung von berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten bis maximal CHF 12’000.– pro Person und Jahr.

Bundessteuer:

  • Die Fahrtkosten für den Arbeitsweg bei Pendlern werden neu auf maximal CHF 3’000.–pro Person und Jahr begrenzt. Bekommen Sie von Ihrem Arbeitgeber ein Geschäftsauto zur Verfügung gestellt und haben auf Ihrem Lohnausweis die unentgeltliche Beförderung zwischen Wohn- und Arbeitsort angekreuzt, so wird neu eine geldwerte Leistung aufgerechnet. Teilen Sie uns daher mit, wie viele Kilometer Sie pro Weg gefahren sind.

 

Wichtig


Bitte teilen Sie uns alle im Jahr 2016 eingetretenen Änderungen mit, wie:

  • Kinder welche im 2016 geboren wurden oder seit 2016 bei Ihnen angemeldet sind
  • Wenn Kinder am 31.12.2016 nicht mehr in Ausbildung sind
  • Änderungen des Zivilstandes
  • Bei gerichtlichen Trennungen oder Scheidungen sind die Urteile hilfreich, bei freiwilligen Trennungen die Trennungsvereinbarungen
  • Schenkungen / Erbschaften (wann, vom wem / an wen, wie viel?)
  • Änderung der Erwerbstätigkeit (z.B. vorher 60%-Stelle, seit 1.7.16 100%-Stelle)
  • Kauf oder Verkauf von Wohneigentum

Für Alle:


  • Original Steuererklärung 2016 inkl. braunes Couvert ohne Beiblätter und Wegleitung
  • Abschlüsse per 31.12.2016 bzw. Zinsausweise aller Bank- und Postkonti im In- und Ausland
  • Steuerverzeichnisse oder Depotauszüge Ihrer Banken im In- und Ausland bei Besitz von Wertpapieren für 2016 oder per 31.12.16
  • Bankspesen, Depotgebühren, Safegebühren usw. 2016
  • Lotto: Gewinne über CHF 1000 sind steuerpflichtig und die Originalbelege sind einzureichen
  • allfällige Schuldzinsbescheinigungen für 2016 (siehe unten)
  • Krankheitskosten: Krankenkassenzusammenzug für die von Ihnen selbst bezahlten Kosten im 2016 (siehe unten)
  • Behinderungsbedingte Kosten z.B. bei einem Aufenthalt in einem Pflegeheim (siehe unten)
  • Unterstützungsabzug: Banküberweisungen bei Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Bei Auslandszahlungen ist oft auch der Nachweis der Unterstützungsbedürftigkeit einzureichen.
  • Aufstellung / Belege über die im 2016 getätigten Spenden
  • Bescheinigung über Rückkaufswerte von Lebensversicherungen per 31.12.16
  • Angaben betreffend Motorfahrzeuge: Marke, Neupreis, Jahrgang

Erwerbstätige:


  • Lohnausweise, Bescheinigungen Arbeitslosenentschädigung, Taggeldbezüge, unterzeichnete Erfolgsrechnung bei Selbstständigerwerbenden für das Jahr 2016
  • zeitliche Lücken in der Erwerbstätigkeit im 2016: Bestätigen Sie uns bitte, in welcher Zeit Sie kein Einkommen erzielt haben.
  • Belege für spezielle Berufsunkosten (Weiterbildungen, Mitgliederbeiträge für Berufsverbände, usw.) im 2016
  • Beleg über allfällige Einkäufe im 2016 in die Pensionskasse
  • Bescheinigung 2016 über Ihre Beiträge der Säule 3a
  • evtl. Bestätigung des Arbeitgebers für die Benützung des Privatautos (siehe weiter unten)
  • Kostennachweis 2016 für die Kinderbetreuung durch Dritte (Kinderhort, Tagesheim usw.), sofern beide Eltern erwerbstätig, erwerbsunfähig (Nachweis notwendig) oder in der Ausbildung sind. Möglich für Kinder bis zu ihrem 14. Geburtstag.
  • Einkünfte aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit welche im vereinfachtem Abrechnungsverfahren (z.B. für Putzfrauen) besteuert wurden, sind in der Steuererklärung 2016 nur informativ anzugeben. Stellen Sie uns bitte die Abrechnung 2016 der Ausgleichskasse zu.

Rentner:


  • Rentenausweise 2016 Ihrer Pensionskasse oder Bankgutschrift Ihrer Rente
  • AHV/IV-Rentennachweise 2016 oder Gutschriftsanzeige einer Monatsrente
  • allfällig bezahlte AHV-Beiträge 2016 z.B. bei Frühpensionierten usw.
  • Bezüger von Hilflosenentschädigungen: aktuelle Verfügung der Ausgleichskasse zustellen (hier gibt einen Pauschalabzug, sofern keine effektiven Kosten geltend gemacht werden)

Getrennt lebende/geschiedene Ehegatten:


  • Aufstellung über Alimente und die entsprechenden Banküberweisungen 2016
  • Aufstellung über die Kinderalimente 2016. Kinderalimente sind nur bis zum vollendeten 18. Altersjahr als Einkommen zu versteuern. Falls Sie über das 18. Altersjahr hinaus Alimente bezahlen müssen ist ev. ein Unterstützungsabzug möglich.
  • Alimente und Kinderalimente sind separat auszuweisen

Konkubinat:


  • Alleinstehende mit gemeinsamen Kindern im gleichen Haushalt: Angaben darüber, ob Sie per 31.12.2016 mit einem/r KonkubinatspartnerIn zusammen gelebt haben. Damit wir die Steuererklärung richtig ausfüllen können benötigen wir einige Angaben, welche am einfachsten persönlich besprochen werden.

Unterlagen

Bankkonti und Wertschriften


Zins auf Sparguthaben und Gehaltskonti
Sämtliche Zinsen sind immer steuerpflichtiges Einkommen. Auf einige Erträge wird von der Bank ein Verrechnungssteuerabzug von 35 % abgezogen, welcher auf der definitiven kantonalen Steuerrechnung 2017 gutgeschrieben wird.

Aktien, Obligationen und Anlagefonds
Wenn Sie Wertschriften besitzen, legen Sie uns unbedingt einen Depotauszug per 31.12.16 bei. Sollten Sie im 2016 Wertschriften verkauft oder gekauft haben, benötigen wir die entsprechenden Abrechnungen. Ein Steuerverzeichnis 2016 Ihrer Bank (Schweiz/Ausland) enthält alle notwendigen Informationen, in diesem Fall sind keine weiteren Unterlagen zuzustellen. Unsere Rechnung wird so billiger, allerdings bezahlen Sie bei Ihrer Bank ungefähr gleich viel wie bei uns für dieses Steuerverzeichnis. Aber bitte: Wenn Sie nur den Depotauszug beilegen, unbedingt alle Käufe und Verkäufe sowie die Depotgebühren belegen.

Schuldzinsen und Schulden (z. B. Konsumkredit, private Darlehen usw.)


Die bezahlten Schuldzinsen an Bankinstitute oder Privatpersonen können vom Einkommen abgezogen werden. Wenn Sie irgendwo einen Konsumkredit laufen haben, rufen Sie dort an und verlangen Sie eine Schuldzinsbescheinigung für das Jahr 2016. Verzugszinsen von Steuerrechnungen sind abzugsfähig, wenn die ganze Steuerrechnung im Jahre 2016 fertig bezahlt worden ist (gilt somit auch für alte Steuerjahre, sofern im 2016 bezahlt).

 

Spenden / Zuwendungen an politische Parteien


Bitte senden Sie uns die Einzahlungsquittungen/Verdankungsbriefe von 2016 oder erstellen Sie selbst aufgrund der getätigten Spenden (für Bund mind. CHF 100) eine Liste. Bitte sämtliche Quittungen und Bestätigungen, welche nicht in A4 Format sind auf ein Blatt Papier aufkleben (keine Klammern oder Bostitch), ansonsten werden wir Ihnen je nach Aufwand etwas verrechnen müssen.

Berufskosten


Die pauschalen Abzüge für Berufskosten nehmen wir automatisch vor.

  • Falls Sie mit dem Auto zur Arbeit fahren müssen, benötigen wir eine Bestätigung des Arbeitgebers über die Notwendigkeit Ihres Autos für die tägliche Arbeit. Ohne Bestätigung können wir nur einen Kilometer-Abzug für das Auto vornehmen, wenn Sie für Ihren Arbeitsweg (Hin- und Rückweg) mit den öffentlichen Verkehrsmitteln länger als 2,5 Std. pro Tag benötigen. Am Besten reden Sie mit uns über dieses Thema.
  • Sonstige Berufsunkosten: Sie können uns Belege 2016 für Weiterbildungen, Mitgliederbeiträge für Berufsverbände usw. zustellen. Aus- und Weiterbildungskosten siehe oben unter „Neuerungen ab Steuerjahr 2016“

 

Krankheitskosten und behinderungsbedingte Kosten


Die selbst getragenen Krankheitskosten 2016 sind beim Kanton voll und beim Bund teilweise abzugsberechtigt. Massgebend ist das Abrechnungs- oder Rechnungsdatum. Die Prämien sind nicht abzugsberechtigt. Dazu können Sie:

  • bei der Krankenkasse einen Auszug über die selbst bezahlten Kosten bestellen
  • zusätzlich abzugsberechtigt sind, sofern nicht über die Krankenkasse bereits abgerechnet: Zahnarztrechnungen, Brillen, Schuh-Einlagen usw., die im 2016 datiert wurden. Ohne Belege kein Abzug möglich.
  • Lebensnotwendige Diätkosten bei Zöliakie oder Phenylketonurie rechtfertigen einen Pauschalabzug (Arztzeugnis ist beizulegen).
  • Bei Aufenthalten in einem Alters- und Pflegeheim ist ein grosser Teil der Kosten abziehbar. Pflegestufe 1-2 sind als Krankheitskosten und ab Pflegestufe 3 sind diese als behinderungsbedingte Kosten zu deklarieren. Bitte verlangen Sie eine Jahresaufstellung.

Auf vielen Krankenkassenzusammenzügen erscheinen „nicht versicherte Kosten“, welche ohne Detailbelege von der Steuerverwaltung meist nicht zum Abzug zugelassen werden.

 

Behinderungsbedingte Kosten


Pauschalabzüge für Bezüger von Hilflosenentschädigungen. Bitte aktuelle Verfügung der Ausgleichskasse mitsenden. Ebenfalls gibt es Pauschalabzüge für Gehörlose oder Nierenkranke mit Dialyse. Blinde Menschen können die effektiven Mehrkosten (z.B. Blindenführhund) geltend machen.

Liegenschaftsbesitz / Grundbesitz im In- und Ausland


  • Steuerwert-/Eigenmietwert-Blatt vom Kanton BL
  • Liegenschaft ausserhalb BL: Eigenmietwert und Steuerwert des auswärtiger Kantons (letzte Steuerausscheidung des Liegenschaftskantons zustellen).
  • Ausland: Angaben über den Kaufpreis
  • Aufstellung allfälliger Mietzinseinnahmen 2016 (Mietzinsen ohne Nebenkosten)
  • Hypothekarzinsen 2016
  • Baurechtszinsen 2016
  • Aufstellung und Belege für den Liegenschaftsunterhalt (Rechnungsdatum 2016)
  • bei Stockwerkeigentum: Damit wir feststellen können, ob für Sie der Pauschalabzug oder der Abzug der effektiven Kosten günstiger ist, benötigen wir die Abrechnung der STWEG für das Jahr 2016. Ebenso benötigen wir den Ausweis über Ihren Anteil am Vermögen und am Zinsertrag der STWEG.
  • Unternutzung: Falls Sie nicht mehr alle Räume Ihres Eigenheimes nutzen, beraten wir Sie gerne.

Falls die effektiv angefallenen Kosten für den Liegenschaftsunterhalt im 2016 den Pauschalabzug übersteigen, können Sie:

  • uns alle Original-Rechnungen 2016 zusenden. Wir werden eine Liste über die abzugsberechtigten werterhaltenden Kosten erstellen (wird nach Aufwand abgerechnet) oder
  • uns eine selbst erstellte Aufstellung inkl. Rechnungen senden. In diesem Fall werden wir Ihre Zahlen ungeprüft in die Steuererklärung übernehmen. Diesbezügliche Anfragen der Steuerverwaltung werden wir an Sie weiterleiten.
  • Aufstellung / Belege Energiesparmassnahmen

Steuern sparen


Die allerbeste Möglichkeit, um legal Steuern zu sparen, sind sicher Einzahlungen in die Säule 3a oder Einkäufe in die Pensionskasse. Wir beraten Sie gerne.

Bitte beachten Sie


Unsere Firma hat bei den Steuerbehörden einen sehr guten Namen. Dies verdanken wir vor allem dem Umstand, dass wir korrekt arbeiten. Damit dies so bleibt, gehen wir allen Unklarheiten nach. Senden Sie uns daher lieber zuviel als zu wenig Unterlagen.

Rechnungen der Steuerverwaltung


Wenn Sie uns die letztjährige Steuerrechnung (inkl. Veranlagungsdetails) mitliefern, können wir kontrollieren, ob alle Abzüge akzeptiert wurden. Sollten Sie deutlich mehr bezahlen müssen, als von uns vorausgesagt, empfehlen wir Ihnen, uns die Rechnungen sofort nach Erhalt zuzusenden, damit wir mit der Steuerverwaltung Kontakt aufnehmen können. Wir bitten um Ihr Verständnis, wenn wir Ihnen unseren Arbeitsaufwand in Rechnung stellen. Eine Einsprache ist nur innert 30 Tagen vom Rechnungsdatum an gerechnet möglich und muss schriftlich erfolgen, sofern keine Einigung mit dem Sachbearbeiter der Steuerverwaltung gefunden werden kann.

In eigener Sache


  • Kopien? – Nein danke! Es ist für uns einfacher, alle notwendigen Kopien selbst zu erstellen.
  • Bitte senden Sie uns Ihre Dokumente und Unterlagen ohne Bostitch oder Büroklammern zu, dies erleichtert unseren Arbeitsablauf wesentlich.
  • Einzahlungen am Postschalter bitten wir Sie, wegen den anfallenden Gebühren, zu vermeiden. Sie können die Rechnung auch gerne direkt bei uns bezahlen (nur in bar).
  • Erst wenn Ihr Steuerformular bei uns eingetroffen ist, sind wir für allfällige Fristerstreckungen verantwortlich.
  • Die Schweiz wird ab dem 1. Januar 2017 erstmals Daten sammeln und diese im 2018 mit über 100 Staaten austauschen.
  • Seit dem 01.01.10 gibt es die Möglichkeit einer einmaligen straflosen Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung ohne Bussenfolge. In den vergangenen Jahren konnten wir bereits vielen Kunden dabei behilflich sein, wieder ein gutes Gewissen zu haben. Falls auch Sie „reinen Tisch machen“ wollen, bitten wir Sie mit Frau Krummenacher einen persönlichen Besprechungstermin zu vereinbaren.
  • Wollen Sie sicher sein, dass Ihre Steuererklärung bis zum 31.05.17 fertig gestellt ist (ohne Fristerstreckungsgebühr von CHF 40.–), müssen Ihre vollständigen Unterlagen bis spätestens am 31.03.17 bei uns eingetroffen sein!

Vielen Dank.